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News

04.05.2009 -

Weltasthmatag: bessere Prävention

Neben körperlicher Anstrengung sind Allergien ein wichtiger Auslöser für Asthmasymptome. Auch bei der Entstehung von Asthma bronchiale haben sie einen entscheidenden Einfluss. Bei vielen Kindern und Jugendlichen kommt es zu der chronischen Atemwegserkrankung, indem sich ein Heuschnupfen von den oberen Atemwegen in die Bronchien verlagert. „Diesem so genannte Etagenwechsel gilt es vorzubeugen“, so der Allergologe Dr. Gerd Schauerte vom CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, „das ist durch eine Hyposensibilisierung möglich, bei der der Körper an die Allergene gewöhnt wird, so dass er darauf nicht mehr so extrem überreagiert“. Die Wirksamkeit der Hyposensibilisierung könnte künftig noch wesentlich verbessert werden. Neue Untersuchungen zielen darauf, die allergene Wirkung der Pollen bis auf die Eiweißmoleküle an deren Oberfläche zurückzuverfolgen und die Mechanismen zu analysieren. „Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass diese Moleküle bereits abgegeben werden, wenn die Pollen noch auf der Pflanze sitzen“, so Dr. Schauerte, „offenbar reichen diese wenigen Moleküle um eine allergische Reaktion auszulösen“. Wenn es gelingt, die molekularen Auslöser einer allergischen Reaktion genau zu identifizieren, könnten die Hyposensibilisierungslösungen darauf eingerichtet werden und so eine noch höhere Wirksamkeit erreichen. „Die Asthmaprävention könnte damit einen großen Schritt vorankommen“, erklärt Dr. Schauerte, „die neuen Versorgungsleitlinien, die aktuell zur Veröffentlichung anstehen, werden auch ganz sicher der Gedanken der Prävention sehr betonen“. Chronische Krankheiten wie Asthma sind ein wesentlicher Kostentreiber im Gesundheitswesen. Ihre Entstehung zu verhindern, hilft den Betroffenen und kann auch die Krankenkassen stark entlasten.
 
 




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Eduard Gossner

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