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04.04.2011 -
Modulare Patientenschulung – das Modell der Zukunft?
Durch eine Modularisierung von Schulungsprogrammen könnten auch Patienten mit selteneren chronischen Krankheiten ein verbessertes Schulungsangebot erhalten. Über die Chancen dieses neuen Konzeptes tauschten sich im CJD Asthmazentrum Berchtesgaden Experten für die Patientenschulung aus.
Das 2008 gegründete Kopetenznetz Patientenschulung (KomPaS) erprobt sein neues modulares Schulungskonzept seit Februar 2011 in der Praxis. „Die Ergebnisse dieser ersten Praxisversuche wollten wir unseren Schulungsteams vorstellen“, so Dr. Gerd Schauerte vom CJD Asthmazentrum Berchtesgaden. Dazu kam Dr. Rüdiger Szczepanski nach Berchtesgaden. Als KomPaS-Vorsitzender freut er sich über die recht positiv verlaufenen Praxistests: „Der nächste Schritt ist nun die Verhandlung mit den Krankenkassen zur Vereinbarung einer Kostenübernahme für diese neuen Schulungen“. Die Grundlage dafür ist das SGB V mit dem Paragraphen 43. Der Zusammenschluss aller Schulungsaktivitäten und die Entwicklung eines modularen Systems geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit zurück. Der Hintergrund ist die Unrentabilität von aufwendig zu entwickelnden Schulungsprogrammen für Indikationen mit geringen Fallzahlen. Indem pädagogisch und psychologisch ausgebildete Schulungsprofis mit medizinischen Experten gemeinsam die Schulung durchführen, ließe sich die aufwändige Ausbildung spezieller Trainer sparen. Durch Übertragung von fertigen Schulungsmodulen auf andere Indikationen entfiele zudem die teure Entwicklung eines eigenen Schulungsprogrammes. „Da wir uns schon seit vielen Jahren im Asthmazentrum Patienten schulen, wollen wir auch bei diesen aktuellen Entwicklungen mitwirken“, so Dr. Gerd Schauerte.





